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Lexikon
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Instrumente
Die Strohvioline gehört zu den sog. Trichterinstrumenten.
Gegen Ende des 19.Jahrhunderts wuchs das Bedürfnis nach einem lauteren Instrument als die herkömmliche Geige.
Grund war, man suchte eine geeignete Möglichkeit, den Klang der Geige auf die zu dieser Zeit üblichen Wachswalzen aufzunehmen.
Durch die Erfindung der Stroh-Violine von John Matthias Augustus Stroh im Jahre 1899 war bis zur Erfindung der modernen Aufnahmetechnik eine Lösung der Aufnahmeschwierigkeiten mit der Violine gefunden.
Die Stroh-Geige ist wie die Geige ähnlich im Grundgerüst, jedoch besitzt die Stroh-Geige keinen normalen Korpus, sondern ein längliches schmales Grundgerüst. Griffbrett und Mensur ist vergleichbar geblieben.
Funktion der Stroh-Geige:
Die Schwingungen des Steges wird auf ein Membran, dass auf einen runden Rahmen aufgespannt ist, übertragen. An dem Membran findet nun erst die eigentliche Tonerzeugung statt. Die hier aufgefangenen Schwingungen werden durch zwei Schalltrichter, einer in Richtung des Musikers und einer nach vorne zeigend, verbreitet. Der Klang, der jetzt lauter ist, ähnelt der herkömmlichen Geige sehr.
Im Laufe der Zeit wurden viele Violen, Celli und Kontrabässe sowie Gitarren und Mandolinen als Stroh-Instrumente gebaut.
Stroh-Instrumente wurden hauptsächlich als Aufnahmeinstrumente benutzt, mit der Zeit aber auch vermehrt in Salon und Freiluftorchestern eingesetzt.
Ab 1920 kam die moderne Aufnahmetechnik auf, weshalb man dann auch die herkömmlichen Instrumente einsetzten konnte und die Stroh-Instrumente keine große Verwendung mehr fanden.
siehe auch: Geigenbauer



