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Lexikon
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Instrumente
Die Geigenbauerfamilie Klotz umfasste bis zu 36 Mitglieder. Sie bildet mit den Familien Neuner, Hornsteiner und Jais die berühmtesten Geigenbauerfamilien Mittenwalds.
Matthias Klotz (11.6.1653-16.8.1743), Stammvater der Geigenbauerdynastie, ging nach eigenen Angaben 1663 bei Nicola Amati in Cremona in die Lehre. Nach seiner sechsjährigen Gesellenzeit bei Johann Reilich in Padua kehrte er 1683 nach Mittenwald zurück und eröffnete dort seine erste Werkstatt.
Da es zu dieser Zeit in Mittenwald kaum Konkurrenz im Geigenbau gab, hatte Klotz sehr gute Möglichkeiten seine Streichinstrumente zu vertreiben.
Die Streichinstrumente von Klotz sind eindeutig an den Modellen Jakob Stainers angelehnt. Sie sind hoch gewölbt mit kaum hervortreten Ecken, seine verwendeten Materialen waren stets von bester Qualität. Für den Boden bevorzugte er meist enggeflammtes Ahornholz, für die Decke verwendete er dekoratives feinjähriges Fichtenholz.
Auf die dunkle Grundierung trug er dünnen gelb-braunen, rötlichen kolorierten Geigenlack auf.
Seine Art des Geigenbaus wurde lange Zeit zum Vorbild anderer Geigenbauer. Die Söhne Georg I. Klotz (31.3.1687-31.8.1737), Sebastian Klotz (18.1.1696-20.1.1775) und Johann Karl Klotz (29.1.1775-25.5.1769) gingen bei ihm in die Lehre. Sebastian Klotz war eindeutig der Erfolgreichste unter ihnen. Seine Streichinstrumente sind in der Formgebung elegant und sauber gearbeitet.
siehe auch: Streichinstrumente



